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Präventive Sicherheitsbewertungen helfen, Personal und Anlagen zu schützen, kostspielige Ausfallzeiten und Verluste zu vermeiden und das Haftungsrisiko zu minimieren. Diese Maßnahmen sind auch unter dem Begriff „Residual Risk Reduction“ (R3) bekannt. Dieser Artikel beleuchtet häufige Gefahrenbereiche in Fertigungsbetrieben und mögliche Lösungen. (Hinweis: Dieser Artikel wurde ursprünglich in ISHN veröffentlicht.)
Maximale Sicherheit
Automatisierte Maschinen und Roboterzellen bergen Sicherheitsrisiken an den Schnittstellen, an denen Bedienpersonal mit dem Prozess interagiert – etwa beim Roboter-Schweißen oder automatischen Einschweißen von Paletten. Schutzsysteme können eine Kombination aus physischen Barrieren, Sicherheitssensoren und modernen Antrieben umfassen. Lichtvorhänge oder andere Präsenzmelder können den Prozess stoppen, sobald eine Beeinträchtigung erkannt wird.
In manchen Anwendungen sind zusätzliche Barrieren erforderlich, um prozessbedingte Gefahren wie Spritzer, Nebel, Schweißrauch, Funkenflug, grelles Licht oder leichte Späne zurückzuhalten. Eine schnelllaufende, automatisierte Sicherheitsmaschine-Tür erfüllt diese Anforderungen und spart zudem Platz, da der für Lichtvorhänge notwendige Sicherheitsabstand entfällt. Hersteller bieten Sicherheitsverriegelungen an, die zusammen mit geeigneter Logik und Risikobeurteilung PLe/Cat-4-Anforderungen erfüllen.
Auch außerhalb automatisierter Arbeitszellen entstehen Risiken – etwa beim manuellen Öffnen und Schließen von Maschinentüren, was zu Schulterverletzungen führen kann. Automatisierte Türsysteme verbessern die Effizienz und Benutzerfreundlichkeit, können jedoch beim Be- und Entladen Gefahren bergen. OEMs setzen daher auf automatische Antriebe mit Rücklauffunktion und sicheren Kraft-/Geschwindigkeitsgrenzen, um Quetschungen zu verhindern.
Fallschutz
Große Werkzeugmaschinen wie Plattenfräsmaschinen werden häufig teilweise unterflur installiert, wodurch Gruben mit Sturzgefahr entstehen. Grabenabdeckungen oder Gitterroste müssen zur Wartung entfernt werden – eine umständliche und zeitaufwändige Lösung. Robuste, begehbare Rollabdeckungen für Gruben stellen eine effiziente Alternative dar. Sie können manuell oder maschinell betrieben werden.
Chemikalientanks in der Oberflächentechnik oder anderen Branchen bergen offene Gefahrenzonen und Emissionsrisiken. Betreiber setzen vermehrt auf Abdecksysteme zur Reduzierung von Dämpfen und der Lüftungskosten. Diese können aus Stahl oder leichten, beständigen Materialien wie Polypropylen gefertigt sein. Rollabdeckungshersteller stimmen Konstruktion und Material auf die jeweilige Anwendung ab.
Hand- und Armschutz
Drehende Teile oder kleine automatische Klapptüren können bei Kontakt zu Verletzungen führen. Wenn Kontakt nicht vollständig vermieden werden kann, müssen Mensch-Maschine-Interaktionen so gestaltet sein, dass keine Verletzungen auftreten. Drehmomentbegrenzer oder Rutschkupplungen sorgen dafür, dass bei einem definierten Drehmoment gestoppt wird – z. B. bei automatisierten Türsystemen für barrierefreies Öffnen. Die Kupplung lässt ein Hindernis zu, ohne Verletzungen oder Schäden am Antrieb zu verursachen.
Hubtische, Scherenhubsysteme, Neigeeinheiten oder Skillet Lines stellen potenzielle Quetschstellen dar. Eine Möglichkeit zum Schutz besteht darin, bewegliche Teile mit festen Faltenbälgen zu umschließen. Diese bieten nicht nur Schutz, sondern verbessern auch die Maschinenoptik und verhindern das Eindringen von Schmutz und Spänen.
Kugelgewindetriebe und andere Linearkomponenten – z. B. bei Drehmaschinen – sind häufig ungeschützt und stellen eine Gefahr für Hände, Haare oder lose Kleidung dar. Rollabdeckungen, Teleskopabdeckungen oder Spiralfedern verhindern versehentlichen Kontakt und schützen zusätzlich die Führungen.
Staub- und Lärmschutz
Große CNC-Bearbeitungszentren erzeugen Lärm und Staub, die umliegende Arbeitsbereiche beeinträchtigen können. Gleichzeitig ist ein Zugang zum Beladen und Rüsten erforderlich. Eine Lösung ist ein zurückfahrbares Maschinen-Dach, das Verunreinigungen und Lärm zurückhält, ohne den Bearbeitungsraum einzuschränken. Translucente Materialien lassen zusätzlich Licht einfallen und verbessern die Sicht auf den Prozess.
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